(28. Dezember 2012) eduQua ist das Schweizerische Qualitätslabel für Weiterbildungsinstitutionen. 2012 wurden die Standards überarbeitet, um die Qualitätsentwicklung weiter voranzutreiben. Konsumentinnen und Konsumenten können sich bei eduQua-zertifizierten Institutionen darauf verlassen, dass sie Weiterbildungsangebote erhalten, die qualitativ gut sind und den Kundenanforderungen entsprechen.

Im Jahre 2000 wurde eduQua im Weiterbildungsmarkt eingeführt. Inzwischen sind bereits 1050 Institutionen zertifiziert. Das eduQua-Zertifikat zeichnet gute Weiterbildungsinstitutionen aus. Mit den 22 Standards wird das Ziel verfolgt, die Transparenz für KursteilnehmerInnen zu verbessern, die Qualität der Bildung zu sichern, kontinuierlich zu optimieren und weiterzuentwickeln. Private Institutionen schaffen sich mit der Zertifizierung eine gute Grundlage für behördliche Entscheide, damit sie zur Offertenstellung für kollektive oder individuelle Kurse zugelassen werden.

eduQua richtet sich nach der ISO-Norm 17021, die Anforderungen an Normen im Bereich von Managementsystemen und Zertifizierungsstellen beinhaltet. Im 2012 musste eduQua, den Anforderungen der ISO-Norm 17021 angepasst werden. So wurde in Zusammenarbeit mit einem Experten, den Zertifizierungsstellen und der Begleitgruppe ein neues Handbuch entwickelt. Nach zweijähriger Entwicklungsarbeit hat die Schweizerische Akkreditierungsstelle SAS die überarbeitete Norm freigegeben. Die neuen Kriterien gelten ab 1. Januar 2013. In der neuen Norm wurden drei verschiedene Verfahren entwickelt, die je nach Institutionsgrösse angewendet werden. Davon profitieren besonders kleine Institutionen. Für sie wird eine Zertifizierung mit weniger Aufwand zu erreichen sein.

Konsumentinnen und Konsumenten profitieren

 

Mit den neuen Qualitätsanforderungen profitieren die Kursbesucher direkt. Beispielsweise wurden die Qualitätsansprüche an die Lernerfolgskontrollen erhöht. Bei Prüfungen werden neu einheitliche Bewertungs- und Beurteilungsverfahren verlangt. Zudem müssen bei den Informationen zu den Angeboten neben Zielgruppen, Aufnahmebedingungen, Lernziele, Lernformen, Kosten, Zeitaufwand und Abschluss auch Informationen zu Klassengrössen und dem Nutzen klar ersichtlich sein. Die Qualitätsansprüche an das Selbstgesteuerte Lernen und den Einsatz von Medien wurden verstärkt.

 

Über die Kursqualität hinaus ist aber auch die Institutionsleitung gefordert: Neu müssen beispielsweise Minimalanforderungen an die Infrastruktur und an die Unterrichtsmittel erfüllt werden. Zudem wird von den Führungspersonen mehr verlangt, in der Kommunikation mit den Kursleitern oder der Festlegung der Unternehmensziele. Das neue Handbuch 2012 und ein Informationsblatt mit den wichtigsten Änderungen steht auf der Website www.eduqua.ch zum Herunterladen bereit.